Standesgemäßer Auftakt
In der 1. Runde der Saison 2012/13 gab es einzelne überraschende Resultate, doch die nominell favorisierten Teams setzten sich durch. Ein Überblick über das Geschehen in Hamburg, Mülheim, Griesheim und Forchheim.
Von Georgios Souleidis
Freude in Hamburg
Die Zwischentitel mag zwar seltsam klingen, denn die OSG Baden-Baden besiegte den Hamburger SK mit 5,5:2,5. Ein junger Mann sorgte aber für die Geschichte des Tages und bei den Gastgebern für strahlende Gesichter. Rasmus Svane (Jahrgang 1997), einer der begabtesten deutschen Nachwuchsspieler, durfte gleich beim ersten Einsatz für seinen neuen Verein an Brett vier gegen den deutschen Meister ran. Er bekam es mit keinem geringeren als Rustam Kasimdzhanov - seines Zeichens Ex-Fide-Weltmeister - zu tun.
Svane ging diese Partie völlig unbekümmert an und hatte am Ende das Glück auf seiner Seite.
Svane,Rasmus (2394) - Kasimdzhanov,Rustam (2690)
SBL 2012/2013
Hamburger SK-OSG Baden-Baden, 20.10.2012
Stellung nach 42...f6:
Vor zehn Zügen sah alles nach einem Sieg für Kasimdzhanov aus, doch dann leistete er sich einige Ungenauigkeiten. Die Aktivität der weißen Figuren ist hier entscheidend. 43.d6! Ld8 43...Lxd6 44.Txf6+- 44.Sc5 Lb6 Nach 44...Df7 gewinnt 45.Dg4+ Kh7 46.Th5 mit der Idee 47. Dh3. 45.Se6+ Kf7
46.Sf8! Ein besonderer Moment in der jungen Karriere von Svane. 46...Dg7 47.Sd7 und Schwarz ließ sich 47...Ld8 48.Dh5+ Dg6 (48...Kg8 49.De8+) 49.Sxe5+!+- usw. nicht mehr zeigen. 1-0
Im parallel durchgeführten Kampf setzte sich die SG Trier mit 4,5:3,5 gegen den SK Norderstedt durch. Eine Überraschung lag zwar nicht in der Luft, doch der Aufsteiger zeigte trotz der deutlichen nominellen Unterlegenheit, dass er gegen ein Team aus dem Mittelfeld der Liga gut mithalten kann.
Eppingen siegt im Spitzenspiel
Einen Einstand nach Maß in die Saison 2012/13 feierte der SC Eppingen. Die Kraichgauer besiegten den SV Mülheim Nord an deren Heimstätte mit 4,5:3,5.
Im Duell zweier gleichstarker Mannschaften, waren es am Ende Nuancen, die über den Ausgang entschieden. Robert Ruck (Eppingen) leistete sich kurz vor der 1. Zeitkontrolle einen lamentablen Einsteller, doch seine Kollegen Namig Guliyev - gewann im Endspiel gegen einen etwas sorglos agierenden Alexander Berelowitsch - und Falko Bindrich machten seinen Lapsus mehr als wett.
Bindrichs Partie gegen Tregubov hätte allerdings auch anders laufen können:
Bindrich,Falko (2532) - Tregubov,Pavel V (2601)
SBL 2012/2013 SV Mülheim Nord-SC Eppingen, 20.10.2012
Stellung nach 15...b6:
16.b4 cxb4 17.axb4 b5 18.Sc5 Bis hierhin ist alles 1. Wahl. 18...La2 Schwarz will zuviel. Die Stellung nach 18...a4 19.Sc2
Dd6 oder dem sofortigen 19...a3!? ist sehr angenehm für Schwarz.
19.bxa5! Nach dem Ausschlußverfahren verfällt man schnell auf dieses Qualitätsopfer. 19...Lxb1 20.Dxb1 Ta7 20...b4?! 21.Sc4±; 20...Sd4! 21.Te1! Ta7 sieht zäher aus. 21.Dxb5 Sd4 22.Db6 Sc8 23.Dxd8 Sxe2+ 24.Kh1 Txd8 25.Sc4 und der Freibauer erwies sich in der Folge als spielentscheidend, 1-0 nach 61 Zügen.
Die komplette Partie, so wie alle Partien, können Sie auf dem Liveportal der Schachbundesliga nachspielen.
Im 2. Kampf in Mülheim trennten sich Katernberg und Hockenheim 4:4. Matthias Thesing brachte die Essener in Führung.
Thesing,Matthias (2399) - Wagner,Dennis (2456)
SBL 2012/2013 SF Katernberg-SV Hockenheim, 20.10.2012
Stellung nach 18...d4:
Der Bauer c5 ist eine Schwäche. Wie kann das Weiß ausnutzen? 19.Dg3![/
fett] Lenkt die Dame entscheidend ab. 19...Dxg3 19...Dc6 20.Te5 Sd7 21.Td5 mit der Idee 21. Lf5 gewinnt den Bauern c5 ebenfalls. 20.fxg3 Tc7 21.Te5 Te8 21...Sd7 22.Te7 f5 23.Tae1± 22.Txc5± und Weiß verwertete seinen materiellen Vorteil nach 40 Zügen zum Sieg.
Der Ausgleich gelang Zoltan Ribli. Sein Gegner Vladimir Chuchelov stellte kurz vor der 1. Zeitkontrolle seine Figuren so ungünstig auf, dass durch eine fiese Fesselung plötzlich Material abhanden kam.
Der Rest des Kampfes neigte sich eher zu Gunsten der Katernberger, doch letztendlich gelang keinem der spielenden Schachmeister mehr ein Sieg, so dass es 4:4 endete.
Wiesbaden mit Paukenschlag
Der Wiesbadener SV feierte mit 5:3 gegen Emsdetten einen gelungen Einstand in der Schachbundesliga. Da die Münsterländer auf zahlreiche ihrer Spitzenspieler verzichteten und die Hessen fast mit ihrer Bestbesetzung antraten, ging der Aufsteiger leicht favorisiert
ins Rennen.
Von Beginn an entbrannte zwischen diesen Teams ein heißer Kampf mit vielen verrückten Stellungsbildern. Roeland Pruijssers (Emsdetten) versuchte es z.B. gegen Alexander Mista mit einem wilden Königsangriff, wurde aber eiskalt ausgekontert. Sein holländischer Landsmann und Teamkollege Twan Burg hatte dagegen seinen Gegner Hagen Poetsch gut im Griff und gewann sicher.
Ebenso sicher schlug auf der anderen Seite Krzysztof Bulski zu, der Ruud Janssens Fehler gekonnt ausnutzte.
Bulski,Krzysztof (2547) - Janssen,Ruud (2483)
SBL 2012/2013 Wiesbadener SV-SK Turm Emsetten, 20.10.2012
Stellung nach 19...Sxa2?:
Schwarz hatte etwas gierig gerade den Bauern auf a2 verspeist, anstatt den Springer auf g5 mit 19...h6 zu befragen.20.d6! Macht das Feld d5 für den Springer frei. 20...Lxd6? 20...Txd6 21.Sd5 Le6 22.De5 f6 23.Sxe7+ Dxe7 24.Dxc5 fxg5 25.De5 Kf7 und "Daumen drücken" für Schwarz war
stattdessen angesagt. Der Rest verläuft aus weißer Sicht sehenswert flott. 21.Sd5+- f6 Nach 21...h6 22.Sf6+ Kg7 ist 23.Sfe4+ (23.De3! hxg5 24.Dxg5+-) 23...f6 24.Sxc5 hxg5 25.hxg5 nur eine Möglichkeit, mit der Weiß gewinnen kann. 21...Sd7 22.Se4 f6 23.Lh3+- 22.Sxf6+! Txf6 23.Ld5+ Kg7 24.Lxa2 b4 25.Tfe1 b3
26.Lxb3! Sxb3 27.Se4 Df8 28.Sxf6 Df7 29.Sg4+ Kf8 30.Sh6 1-0
Beim Stande von 4:3 für den Aufsteiger hätte Emsdetten nur noch ein kleines Wunder retten können. Wer kommt in so einem Fall besser in Frage als Jonny Hector? Der Schwede enntäuschte seine Fans auch heute nicht. Gegen Marcin Tazbir gab er ausgangs der Eröffnung die Dame und zwei Bauern für drei Leichtfiguren und sorgte für ungewönliche Stellungsbilder.
Der Pole zeigte sich aber auf der Höhe des Geschehens. Er erspielte sich noch vor der 1. Zeitkontrolle einige Freibauern am Königsflügel, die trotz der vielen weißen Figuren nicht vernünftig aufzuhalten waren. Nach 74
Zügen gab Hector jegliche Verteidigungsversuche auf. Damit stand auch fest, wem Wiesbaden den Erfolg am meisten zu verdanken hatte - seiner polnischen Achse.
Klare Verhältnisse in Forchheim
Der Aufsteiger aus dem Frankenland hatte für das Heimdebüt in der höchsten deutschen Spielklasse im Vorfeld kräftig die Werbetrommel gerührt und für einen gelungenen Rahmen gesorgt. Sportlich hingen die Trauben in der 1. Runde aber zu hoch. Beim Stand von 0:5 sah es gegen Solingen fast nach der Höchsstrafe aus, doch dann gelangen die Ehrentreffer. Über ein Remis gegen einen nominell deutlich stärkeren Gegner durften sich Leon Mons (Jahrgang 1997) und Manfred Heidrich (1. Vorsitzender) freuen. Eine faustdicke Überraschung gelang sogar Vlastimil Jansa am Spitzenbrett. Der tschechische Altmeister besiegte seinen ungefähr halb so alten Konkurrenten, Markus Ragger aus Österreich.
Im Kampf zwischen den SF Berlin und dem SV Wattenscheid - zwei Teams, die seit Jahr und Tag dem gleichen Stamm von
Spielern vertrauen - blieb die Spannung aus. Die Westdeutschen gewannen mit 5:3 und das völlig verdient, denn Evgeny Najer stand am Spitzenbrett gegen Hrant Melkumyan zwischenzeitlich glatt auf Gewinn.
Fotos aus Hamburg
Fotos auf Mülheim
Freude in Hamburg
Die Zwischentitel mag zwar seltsam klingen, denn die OSG Baden-Baden besiegte den Hamburger SK mit 5,5:2,5. Ein junger Mann sorgte aber für die Geschichte des Tages und bei den Gastgebern für strahlende Gesichter. Rasmus Svane (Jahrgang 1997), einer der begabtesten deutschen Nachwuchsspieler, durfte gleich beim ersten Einsatz für seinen neuen Verein an Brett vier gegen den deutschen Meister ran. Er bekam es mit keinem geringeren als Rustam Kasimdzhanov - seines Zeichens Ex-Fide-Weltmeister - zu tun.
Svane ging diese Partie völlig unbekümmert an und hatte am Ende das Glück auf seiner Seite.
Svane,Rasmus (2394) - Kasimdzhanov,Rustam (2690)
SBL 2012/2013
Hamburger SK-OSG Baden-Baden, 20.10.2012
Stellung nach 42...f6:
Vor zehn Zügen sah alles nach einem Sieg für Kasimdzhanov aus, doch dann leistete er sich einige Ungenauigkeiten. Die Aktivität der weißen Figuren ist hier entscheidend. 43.d6! Ld8 43...Lxd6 44.Txf6+- 44.Sc5 Lb6 Nach 44...Df7 gewinnt 45.Dg4+ Kh7 46.Th5 mit der Idee 47. Dh3. 45.Se6+ Kf7
46.Sf8! Ein besonderer Moment in der jungen Karriere von Svane. 46...Dg7 47.Sd7 und Schwarz ließ sich 47...Ld8 48.Dh5+ Dg6 (48...Kg8 49.De8+) 49.Sxe5+!+- usw. nicht mehr zeigen. 1-0
Im parallel durchgeführten Kampf setzte sich die SG Trier mit 4,5:3,5 gegen den SK Norderstedt durch. Eine Überraschung lag zwar nicht in der Luft, doch der Aufsteiger zeigte trotz der deutlichen nominellen Unterlegenheit, dass er gegen ein Team aus dem Mittelfeld der Liga gut mithalten kann.
Eppingen siegt im Spitzenspiel
Einen Einstand nach Maß in die Saison 2012/13 feierte der SC Eppingen. Die Kraichgauer besiegten den SV Mülheim Nord an deren Heimstätte mit 4,5:3,5.
Im Duell zweier gleichstarker Mannschaften, waren es am Ende Nuancen, die über den Ausgang entschieden. Robert Ruck (Eppingen) leistete sich kurz vor der 1. Zeitkontrolle einen lamentablen Einsteller, doch seine Kollegen Namig Guliyev - gewann im Endspiel gegen einen etwas sorglos agierenden Alexander Berelowitsch - und Falko Bindrich machten seinen Lapsus mehr als wett.
Bindrichs Partie gegen Tregubov hätte allerdings auch anders laufen können:
Bindrich,Falko (2532) - Tregubov,Pavel V (2601)
SBL 2012/2013 SV Mülheim Nord-SC Eppingen, 20.10.2012
Stellung nach 15...b6:
16.b4 cxb4 17.axb4 b5 18.Sc5 Bis hierhin ist alles 1. Wahl. 18...La2 Schwarz will zuviel. Die Stellung nach 18...a4 19.Sc2
Dd6 oder dem sofortigen 19...a3!? ist sehr angenehm für Schwarz.
19.bxa5! Nach dem Ausschlußverfahren verfällt man schnell auf dieses Qualitätsopfer. 19...Lxb1 20.Dxb1 Ta7 20...b4?! 21.Sc4±; 20...Sd4! 21.Te1! Ta7 sieht zäher aus. 21.Dxb5 Sd4 22.Db6 Sc8 23.Dxd8 Sxe2+ 24.Kh1 Txd8 25.Sc4 und der Freibauer erwies sich in der Folge als spielentscheidend, 1-0 nach 61 Zügen.
Die komplette Partie, so wie alle Partien, können Sie auf dem Liveportal der Schachbundesliga nachspielen.
Im 2. Kampf in Mülheim trennten sich Katernberg und Hockenheim 4:4. Matthias Thesing brachte die Essener in Führung.
Thesing,Matthias (2399) - Wagner,Dennis (2456)
SBL 2012/2013 SF Katernberg-SV Hockenheim, 20.10.2012
Stellung nach 18...d4:
Der Bauer c5 ist eine Schwäche. Wie kann das Weiß ausnutzen? 19.Dg3![/
fett] Lenkt die Dame entscheidend ab. 19...Dxg3 19...Dc6 20.Te5 Sd7 21.Td5 mit der Idee 21. Lf5 gewinnt den Bauern c5 ebenfalls. 20.fxg3 Tc7 21.Te5 Te8 21...Sd7 22.Te7 f5 23.Tae1± 22.Txc5± und Weiß verwertete seinen materiellen Vorteil nach 40 Zügen zum Sieg.
Der Ausgleich gelang Zoltan Ribli. Sein Gegner Vladimir Chuchelov stellte kurz vor der 1. Zeitkontrolle seine Figuren so ungünstig auf, dass durch eine fiese Fesselung plötzlich Material abhanden kam.
Der Rest des Kampfes neigte sich eher zu Gunsten der Katernberger, doch letztendlich gelang keinem der spielenden Schachmeister mehr ein Sieg, so dass es 4:4 endete.
Wiesbaden mit Paukenschlag
Der Wiesbadener SV feierte mit 5:3 gegen Emsdetten einen gelungen Einstand in der Schachbundesliga. Da die Münsterländer auf zahlreiche ihrer Spitzenspieler verzichteten und die Hessen fast mit ihrer Bestbesetzung antraten, ging der Aufsteiger leicht favorisiert
ins Rennen.
Von Beginn an entbrannte zwischen diesen Teams ein heißer Kampf mit vielen verrückten Stellungsbildern. Roeland Pruijssers (Emsdetten) versuchte es z.B. gegen Alexander Mista mit einem wilden Königsangriff, wurde aber eiskalt ausgekontert. Sein holländischer Landsmann und Teamkollege Twan Burg hatte dagegen seinen Gegner Hagen Poetsch gut im Griff und gewann sicher.
Ebenso sicher schlug auf der anderen Seite Krzysztof Bulski zu, der Ruud Janssens Fehler gekonnt ausnutzte.
Bulski,Krzysztof (2547) - Janssen,Ruud (2483)
SBL 2012/2013 Wiesbadener SV-SK Turm Emsetten, 20.10.2012
Stellung nach 19...Sxa2?:
Schwarz hatte etwas gierig gerade den Bauern auf a2 verspeist, anstatt den Springer auf g5 mit 19...h6 zu befragen.20.d6! Macht das Feld d5 für den Springer frei. 20...Lxd6? 20...Txd6 21.Sd5 Le6 22.De5 f6 23.Sxe7+ Dxe7 24.Dxc5 fxg5 25.De5 Kf7 und "Daumen drücken" für Schwarz war
stattdessen angesagt. Der Rest verläuft aus weißer Sicht sehenswert flott. 21.Sd5+- f6 Nach 21...h6 22.Sf6+ Kg7 ist 23.Sfe4+ (23.De3! hxg5 24.Dxg5+-) 23...f6 24.Sxc5 hxg5 25.hxg5 nur eine Möglichkeit, mit der Weiß gewinnen kann. 21...Sd7 22.Se4 f6 23.Lh3+- 22.Sxf6+! Txf6 23.Ld5+ Kg7 24.Lxa2 b4 25.Tfe1 b3
26.Lxb3! Sxb3 27.Se4 Df8 28.Sxf6 Df7 29.Sg4+ Kf8 30.Sh6 1-0
Beim Stande von 4:3 für den Aufsteiger hätte Emsdetten nur noch ein kleines Wunder retten können. Wer kommt in so einem Fall besser in Frage als Jonny Hector? Der Schwede enntäuschte seine Fans auch heute nicht. Gegen Marcin Tazbir gab er ausgangs der Eröffnung die Dame und zwei Bauern für drei Leichtfiguren und sorgte für ungewönliche Stellungsbilder.
Der Pole zeigte sich aber auf der Höhe des Geschehens. Er erspielte sich noch vor der 1. Zeitkontrolle einige Freibauern am Königsflügel, die trotz der vielen weißen Figuren nicht vernünftig aufzuhalten waren. Nach 74
Zügen gab Hector jegliche Verteidigungsversuche auf. Damit stand auch fest, wem Wiesbaden den Erfolg am meisten zu verdanken hatte - seiner polnischen Achse.
Klare Verhältnisse in Forchheim
Der Aufsteiger aus dem Frankenland hatte für das Heimdebüt in der höchsten deutschen Spielklasse im Vorfeld kräftig die Werbetrommel gerührt und für einen gelungenen Rahmen gesorgt. Sportlich hingen die Trauben in der 1. Runde aber zu hoch. Beim Stand von 0:5 sah es gegen Solingen fast nach der Höchsstrafe aus, doch dann gelangen die Ehrentreffer. Über ein Remis gegen einen nominell deutlich stärkeren Gegner durften sich Leon Mons (Jahrgang 1997) und Manfred Heidrich (1. Vorsitzender) freuen. Eine faustdicke Überraschung gelang sogar Vlastimil Jansa am Spitzenbrett. Der tschechische Altmeister besiegte seinen ungefähr halb so alten Konkurrenten, Markus Ragger aus Österreich.
Im Kampf zwischen den SF Berlin und dem SV Wattenscheid - zwei Teams, die seit Jahr und Tag dem gleichen Stamm von
Spielern vertrauen - blieb die Spannung aus. Die Westdeutschen gewannen mit 5:3 und das völlig verdient, denn Evgeny Najer stand am Spitzenbrett gegen Hrant Melkumyan zwischenzeitlich glatt auf Gewinn.
Fotos aus Hamburg
Fotos auf Mülheim
erstellt am 20.10.2012



