Kampf um die Spitze in Hockenheim

Erstellt am: 10.12.2018

Am 15. und 16. Dezember stehen die 5. und 6. Runde der Schachbundesliga auf dem Programm. In Hockenheim kämpfen mit dem Gastgeber, dem SC Viernheim und der SG Solingen gleich drei der vier verlustpunktfreien Teams um die Spitzenplätze der Liga. Der Titelfavorit, Baden-Baden, hat in Deizisau mit Zugzwang München und Augsburg zwei Pflichtaufgaben zu erfüllen. Außerdem sind Dresden und Hofheim Gastgeber in der dritten Doppelrunde.

Für Hockenheim steht am kommenden Wochende vor heimischer Kulisse viel auf dem Spiel. Kann der selbsternannte Baden-Baden-Jäger gegen Solingen bestehen und das Rennen um den Titel offen gestalten? Für Solingen werden es zwei harte Runden, denn neben den Gastgebern wartet mit Viernheim der starke Aufsteiger aus der 2. Bundesliga Süd auf die Klingenstädter. Die Zuschauer dürfen sich somit auf zwei echte Spitzenkämpfe und viele starke Großmeister freuen. Das vierte Team im Bunde, der Düsseldorfer SK, ist klarer Außenseiter in den Kämpfen gegen das Duo Hockenheim/Viernheim.

Spielort: Zehntscheune, Untere Mühlstr. 4, 68766 Hockenheim

Samstag, 15.12.2018, 5. Runde, 14 Uhr
SV Hockenheim - SG Solingen
SC Viernheim - Düsseldorfer SK

Sonntag, 16.12.2018, 6. Runde, 10 Uhr
SG Solingen - SC Viernheim
Düsseldorfer SK - SV Hockenheim

Der USV TU Dresden richtet die dritte Doppelrunde nicht wie gewohnt im Gebäude des Sponsors UKA in Meißen aus, sondern im Rathaus Dresden. Alle hier vertretenen Mannschaften hatten ein hartes Auftaktprogramm und dementsprechend ist das Punktekonto mager gefüllt. Das gilt insbesondere für den SV Mülheim Nord, der mit vier Niederlagen in die Saison startete und gegen Dresden und Berlin versuchen wird, die ersten Zähler einzufahren. In den weiteren Kämpfen dürfte Werder Bremen leicht favorisiert ins Rennen gehen.

Spielort: Rathaus Dresden, Dr.-Külz-Ring 19, 01067 Dresden

Samstag, 15.12.2018, 5. Runde, 14 Uhr
USV TU Dresden - SV Werder Bremen
SF Berlin - SV Mülheim Nord

Sonntag, 16.12.2018, 6. Runde, 10 Uhr
SV Werder Bremen - SF Berlin
SV Mülheim Nord - USV TU Dresden

Die Schachfreunde Deizisau richten ihr einziges Bundesliga-Wochenende in dieser Saison aus. Zusammen mit ihrem Reisepartner, dem deutschen Meister OSG Baden-Baden, treffen die Gastgeber auf Zugzwang München und Augsburg. Alles andere als vier klare Siege der GRENKE-Teams wäre an diesem Spielort eine Überraschung. So eine gelang München allerdings in der letzten Saison gegen Deizisau. Das dürfte der eine von tausend Fällen gewesen sein.

Spielort: Mensa der Gemeinschaftsschule Deizisau, Bismarckstr. 15, 73779 Deizisau

Samstag, 15.12.2018, 5. Runde, 14 Uhr
SF Deizisau - MSA Zugzwang
OSG Baden-Baden - BCA Augsburg

Sonntag, 16.12.2018, 6. Runde, 10 Uhr
MSA Zugzwang - OSG Baden-Baden
BCA Augsburg - SF Deizisau

In Hofheim finden wegen des Rückzugs von DJK Aachen nur zwei Kämpfe statt. Die Gastgeber treffen dabei auf den Hamburger SK und die SG Turm Kiel. Während Hamburg am Samstag als Favorit ins Rennen geht, scheint das Match am Sonntag völlig offen zu sein.

Spielort: Landratsamt des Main-Taunus-Kreises („Kreishaus“), Am Kreishaus 1-5, 65719 Hofheim

Samstag, 15.12.2018, 5. Runde, 14 Uhr
SV Hofheim - Hamburger SK

Sonntag, 16.12.2018, 6. Runde, 10 Uhr
SG Turm Kiel - SV Hofheim

Liveübertragung:
Alle Partien werden auf dieser Webseite live übertragen.

Weitere Infos:
- Bedenkzeit: 100 Minuten für 40 Züge + 50 Minuten für den Rest der Partie + 30 Sekunden Zeitgutschrift ab dem 1. Zug
- Karenzzeit: 30 Minuten
- Remisverbot vor dem 20. Zug
- Als Maßnahme gegen Betrugsversuche werden alle Partien mit 15 Minuten Verzögerung übertragen
- Die Aufstellungen werden zwei Stunden vor Partiebeginn auf der Webseite des Deutschen Schachbunds veröffentlicht



Über den Autor

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Georgios Souleidis ist Internationaler Schachmeister und hat in Bochum Publizistik und Kommunikationswissenschaft studiert. Er arbeitet als Journalist, Autor und Schachtrainer. Er schreibt u.a. als Chefredakteur für die Schachbundesliga, für Chessbase, die Zeitschrift SCHACH, SPIEGEL ONLINE oder die Deutsche Presse-Agentur. Falls er mal nicht schreibt oder Training gibt, versucht er aktiv am Brett zu beweisen, dass 1. e2-e4 der beste Eröffnungszug ist.