Luke McShane wird mit dem Viktor geehrt

Erstellt am: 11.11.2018

Die Emanuel Lasker Gesellschaft vergibt im Lasker-Jahr zahlreiche Auszeichnungen. Der Lasker wird für Einrichtungen und Personen vergeben, die sich in besonderer Weise um die Förderung des Schachs als Kultur- und Bildungsgut einsetzen, aber auch für besondere schachsportliche Leistungen gibt es einen Preis. In diesem Zusammenhang erhielt Luke McShane einen Viktor.

Den Viktor vergibt die ELG für besondere schachsportliche Leistungen. Damit möchte sie auf besondere Weise an die kämpferischen Leistungen von Viktor Kortschnoi erinnern, der in würdiger Nachfolge nach Lasker Schach im wahrsten Sinne des Wortes „gelebt“ und dem das Schach so viel zu verdanken hat.

Luke McShane ist ein würdiger Preisträger. Der sympathische Britte, der seit der Saison 1999-2000 für Werder Bremen in der Schachbundesliga aktiv ist, ist bekannt für seinen kompromisslosen und kampfbetonten Stil. In der letzten Saison 2017/18 erspielte sich der 34-jährige Großmeister aus London die höhchste Elo-Leistung unter allen Bundesligaspielern. Die Statistik dazu hatten wir in diesem Beitrag veröffentlicht.

Die zehn erfolgreichsten Punktesammler nach Elo-Leistung ab mindestens sieben Partien

1. Luke McShaneSV Werder Bremen6,5-82827
2. Richard RapportSG Solingen5,5-72823
3. Maxime Vachier-LagraveOSG Baden-Baden8,0-112813
4. Francisco Vallejo PonsOSG Baden-Baden6,5-82803
5. Ivan SaricSV Hockenheim11,0-132797
6. Pentala HarikrishnaSG Solingen6,0-92784
7. Loek van WelySG Solingen9,5-132749
8. Jorden van ForeestDJK Aufwärts Aachen7,0-112735
9. Nikita MeskovsSG Speyer-Schwegenheim6,5-92717
10. Viktor LaznicakSK Schwäbisch Hall10,5-152714


Im Rahmen der ersten Doppelrunde, Bremen gastiert in Mülheim, überreichte der 2. Vorsitzende des SBL e.V., Ulrich Geilmann, Luke McShane (oben rechts im Bild) den Sonderpreis für seine Leistung in der abgelaufenen Saison. Wie man sehen kann, zeigte sich McShane freudig überrascht.

Foto: Guido Giotta



Über den Autor

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Georgios Souleidis ist Internationaler Schachmeister und hat in Bochum Publizistik und Kommunikationswissenschaft studiert. Er arbeitet als Journalist, Autor und Schachtrainer. Er schreibt u.a. als Chefredakteur für die Schachbundesliga, für Chessbase, die Zeitschrift SCHACH, SPIEGEL ONLINE oder die Deutsche Presse-Agentur. Falls er mal nicht schreibt oder Training gibt, versucht er aktiv am Brett zu beweisen, dass 1. e2-e4 der beste Eröffnungszug ist.