Der SC Bad Königshofen gewinnt die FBL

Erstellt am: 03.03.2019

Foto: Betreuer und Spielerinnen des SC Bad Königshofen

Der SC Bad Königshofen gewinnt die Frauenbundesliga. Das Team aus Oberfranken siegte in der letzten Runde erwartungsgemäß gegen Rotation Pankow mit 5:1 und holte 20 von 22 möglichen Punkten. Auf Platz zwei landete der SK Schwäbisch Hall, der die OSG Baden-Baden im Endspiel um die Vizemeisterschaft mit 3,5:2,5 besiegte. Auf Platz drei kam der Hamburger SK an, der die Pflicht gegen Bayern München mit 4,5:1,5 erfüllte. Die Absteiger aus der FBL lauten, Karlsruher SF, Rotation Pankow und Bayern München.

In der letzten Runde der FBL geschahen keine großen Überraschungen mehr und das Tabellenbild blieb fast unverändert. Der SC Bad Königshofen hatte keine Mühe, sich gegen den Außenseiter Rotation Pankow mit 5:1 durchzusetzen. Für Bad Königshofen war es nach der Saison 2013/14 die zweite Deutsche Meisterschaft. Man darf gewiss von einer Überraschung sprechen, denn Schwäbisch Hall und insbesondere der letztjährige Champion Baden-Baden sind nominell deutlich stärker besetzt. Außerdem kamen mit Valentina Gunina und Lilit Mkrtchian zwei ihrer Starspielerinnen überhaupt nicht zum Einsatz. Am besten punkteten Tatjana Melamed mit 8,5 aus 11 und Dina Belenkaya mit 8,5 aus 9.

Der Kampf um Platz zwei endete mit einem Sieg von Schwäbisch Hall. Irina Bulmaga glückte beim 3,5:2,5 der entscheidende Sieg gegen Ketino Kachiani-Gersinska.

Betreuer und Spielerinnen des SK Schwäbisch Hall | Foto: Georgios Souleidis
Betreuer und Spielerinnen des SK Schwäbisch Hall | Foto: Georgios Souleidis

Platz drei geht an den Hamburger SK. Bis vier Runden vor Schluss führte das Team die Tabelle sogar an, verlor aber dann überraschend gegen den SK Lehrte und musste sich letztendlich mit Bronze begnügen.

Teamchef Andreas Albers und Spielerinnen des Hamburger SK | Foto: Georgios Souleidis
Teamchef Andreas Albers und Spielerinnen des Hamburger SK | Foto: Georgios Souleidis

Die Frauen des Karlsruher SF verabschiedeten sich erhobenen Hauptes aus der FBL. Das 3:3 gegen die SF Deizisau zum Abschluss ist aller Ehren wert, doch nur ein Sieg hätte zum Klassenerhalt gereicht. Rotation Pankow und Bayern München müssen ebenfalls in die jeweiligen 2. Ligen absteigen.

Tabelle nach Runde 11

 MannschaftSpMPBPBW
1.SC Bad Königshofen 1957112048260
2.SK Schwäbisch Hall111848½265½
3.Hamburger SK111844½247½
4.OSG Baden-Baden111645243
5.Rodewischer Schachmiezen111539½222
6.SF Deizisau111131½181
7.SK Lehrte von 191911925½142
8.SV 1920 Hofheim11828½158½
9.TuRa Harksheide 11626½159
10.Karlsruher SF 185311622½117
11.SC Rotation Pankow11422104
12.FC Bayern München11114  78½

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Über den Autor

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Georgios Souleidis ist Internationaler Schachmeister und hat in Bochum Publizistik und Kommunikationswissenschaft studiert. Er arbeitet als Journalist, Autor und Schachtrainer. Er schreibt u.a. als Chefredakteur für die Schachbundesliga, für Chessbase, die Zeitschrift SCHACH, SPIEGEL ONLINE oder die Deutsche Presse-Agentur. Falls er mal nicht schreibt oder Training gibt, versucht er aktiv am Brett zu beweisen, dass 1. e2-e4 der beste Eröffnungszug ist.