„Erster ganz großer Höhepunkt“

Erstellt am: 07.02.2020

Bayern-Schachspieler erwarten Kreativ-Ass Mamedjarow/Heimsieg über Aachen fest eingeplant

Von Hartmut Metz

München - „Das ist der erste ganz große Höhepunkt in der Saison“, frohlocken die Schachspieler des FC Bayern München. Der Bundesligist empfängt am Samstag (14 Uhr) den SC Viernheim. Der Gast aus Baden ist derzeit zwar nur Tabellenachter (5:3 Punkte), ist aber von der Papierform her eher ein Titelanwärter – vor allem wenn Schachrijar Mamedjarow (Foto oben) mit ans Brett geht. Der Großmeister aus Aserbaidschan gilt als einer der kreativsten Köpfe in der Weltspitze. Die Bayern rechnen sich trotzdem im Kulturhaus Milbertshofen (Curt-Mezger-Platz 1) etwas aus: „Wir sind nicht mehr so chancenlos wie vor zwei Jahren“, unterstreicht Kapitän Jörg Wengler, auch wenn er Viernheim in der Favoritenrolle sieht. Nach einigen Zugängen seit 2018 wie den Großmeistern Niclas Huschenbeth und Noel Studer (Schweiz) haben die Münchner das Image einer Fahrstuhlmannschaft abgestreift und zeigen mehr Selbstvertrauen.

Wäre der Bayern-Abteilungsleiter mit einem 4:4 gegen das Spitzenteam durchaus zufrieden, stellt er bezüglich Sonntag (10 Uhr) klar: „Da wollen wir gegen Aachen schon zwei Zähler holen.“ Die sind Pflicht, um sich weiter im Mittelfeld zu halten. Der Tabellenelfte sollte gegen das punktlose Schlusslicht auch einen klaren Sieg landen können. Das einst ambitionierte Team aus der Kaiserstadt setzt mittlerweile nur noch auf Amateure, die im Oberhaus überfordert sind. „Wir unterschätzen Aachen aber bestimmt nicht“, betont Wengler.

Zeitgleich zu den beiden Bayern-Duellen trifft Reisepartner BCA Augsburg, der mit ebenfalls 3:5 Zählern als Tabellenneunter hauchdünn einen halben Brettpunkt vor dem FCB liegt, erst auf den Aachener SV und dann morgen auf Viernheim. Auch bei den Schwaben fallen die Erwartungen ähnlich wie bei den Bayern aus.

Für Zuschauer in Milbertshofen kommentiert ein Großmeister aus den Reihen der Hausherren die Partien live vor Ort im Kulturhaus.



Über den Autor

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Hartmut Metz ist Redakteur beim Badischen Tagblatt mit Hauptsitz in Baden-Baden. Er schreibt außerdem unter anderem für die taz, die Frankfurter Rundschau und den Münchner Merkur über Schach und Tischtennis. Zudem verfasst der FM von der Rochade Kuppenheim regelmäßig Beiträge für das Schach-Magazin 64, Schach-Aktiv (Österreich) und Chessbase.de. Darüber hinaus stammen mehrere Turnierbücher aus seiner Feder.