Mit Düsseldorfer Schützenhilfe: Berlin schöpft wieder Hoffnung (10. Spieltag)
Mit gemischten Gefühlen gingen die Berliner in diesen Doppelspieltag. In vier Wochen werden sie, zusammen mit dem Berliner Verband, im Willy-Brandt-Haus die dreitägige Endrunde ausrichten. Und es stand zu befürchten, dass es beim großen Heimfinale für den im Tabellenkeller krebsenden Aufsteiger sportlich um nichts mehr gehen wird. Aber das hat sich nun geändert. Dem 4:4 gegen die Münchner Akademie Zugzwang ließen die Berliner am Sonntag ein 4,5:3,5 über Deizisau folgen. Dank dieser drei Punkte und dank Düsseldorfer Schützenhilfe bleibt der Klassenerhalt möglich.
Igor Kovalenko und seinen Viernheimern ist der Meistertitel kaum noch zu nehmen. | Foto: Angelika Valkova/SC Viernheim
Bislang sei die Saison unglücklich gelaufen und mancher mögliche Punktgewinn verpasst worden, sagt Rainer Polzin von den SF Berlin. Aber an diesem Wochenende sei das Glück auf Berliner Seite gewesen. Damit meint er nicht nur die eigenen Ergebnisse, insbesondere den kurios zustande gekommenen Sieg über Deizisau (siehe weiter unten), auch den Düsseldorfer Sieg über Heimbach, ohne den die Lage für den Aufsteiger trotz der Ergebnisse am Samstag und Sonntag trübe wäre.
Ganz oben und ganz unten sind an diesem Wochenende Vorentscheidungen gefallen. Der Tabellenletzte Dresden handelte sich zwei knappe Niederlagen ein, erst gegen Deizisau, dann, und das tut weh, gegen das ebenfalls abstiegsbedrohte Zugzwang München. Drei Spieltage vor Schluss trennen die Dresdner jetzt fünf Mannschafts- und elf Brettpunkte vom rettenden Ufer.
Oben zieht Viernheim seine Kreise. Am Sonntag verabreichten die Südhessen vor heimischem Publikum dem SV Deggendorf eine 7:1-Klatsche. Nur zwei halbe Punkte waren für die Gäste aus Bayern drin. Vier Wochen vor dem großen Finale steht Viernheim mit 3 Mannschafts- und 7,5 Brettpunkten Vorsprung auf Baden-Baden an der Tabellenspitze.
Dass der amtierende Meister Düsseldorfer SK seinen Titel nicht verteidigen wird, war angesichts des gewaltigen personellen Aderlasses nach dem Rückzug von Sponsor Wadim Rosenstein offensichtlich. Aber die Düsseldorfer dürfen für sich in Anspruch nehmen, das Überraschungsteam der Saison zu sein. Als potenzieller Absteiger gehandelt, hat die Mannschaft vom Rhein drei Spieltag vor Schluss das rettende Ufer erreicht. Und an diesem Doppelspieltag ganz oben wie ganz unten eingegriffen.
Oben haben die Düsseldorfer am Samstag mit ihrem 4:4 gegen Baden-Baden die Luft aus dem Meisterschaftsrennen gelassen. Dafür haben sie unten mit ihrem 6:2 über Heimbach am Sonntag den Abstiegskampf zugespitzt. Noch stehen die Heimbacher mit acht Zählern einen Punkt über den Abstiegsrängen, werden aber in Berlin auf die drei Führenden treffen: Viernheim, Baden-Baden und Wolfhagen. Für Berlin und München, theoretisch auch für Dresden, bedeutet die Konstellation die Chance, an Heimbach vorbeizuziehen. Insbesondere das Duell Berlin-Dresden zum Auftakt der Finalrunde wird wegweisend. Beide werden gewinnen müssen.
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